Über uns

Die Geschichte des Landgasthofes Steuber

            

Werner und Elisabeth Müller gründeten ca. 1840 das Unternehmen in Neuludwigsdorf. In weiterführenden Generationen übernahm Johann Christian und seine Frau Elisabeth, Christian und Lisette Steuber, Werner Steuber und seine Frau Herta die Geschäftsführung.

 

Heute führt Heinz-Werner Steuber in 5. Generation den Landgasthof.

 

Der heutige Landgasthof Steuber entwickelte sich von einer ursprünglichen Einkehrmöglichkeit über Generationen zu einem modernen Hotelbetrieb. Dazu gehören ein gute Küche, behagliche Gasträume, 2 Bundeskegelbahnen und  Gästezimmer in moderner Ausstattung. Des Weiteren ist das Haus

eine gute Adresse für Familienfeiern sowie Gesellschaftsfeiern aller Art. Das Haus liegt in einer landschaftlich sehr schönen Lage am Rande von Sauerland und Ederbergland. Von hier aus kann man ausgedehnte Spaziergänge unternehmen, oder einfach die Radtour genießen und sich entspannen.

 

 

Die Pfütze

Wer die Pfütze nicht kennt, noch nie davon gehört hat und den Namen liest, kann glauben und vermuten, es handele sich um eine Wasserpfütze. (Das Wort „Bitze“ scheint in manchen Gegenden auch „Wiese“ zu bedeuten. Im Volksmund bedeutete es ein „Obstbaumstück“.)

Die Pfütze – richtig Neu-Ludwigsdorf – ist ein hoch in unseren Bergen gelegenes Dörfchen, welches zur Gemeinde Bromskirchen gehört.

Das ganze Dorf, bestehend aus 11 Familien, liegt an dem Verbindungsweg Bromskirchen – Wunderthausen. Die Einwohner ernähren sich von den geringen Erträgen der Landwirtschaft und vom Handel. Fast in jedem Haus finden wir einen Geschäftsmann. Die Einwohner bzw. die Familienväter der dort ansässigen Besitzer kennt man weit und breit nur nach ihren Vornamen, ob sie Zunamen überhaupt führen, dürfte fraglich erscheinen. Wir finden dort den Peter, den Adam, den Jakob, den Emil, den Georg, den Gustav, den Otto, den Julius, den Heinrich, den Willy und den Christian.
Wird einem Auswärtigen einer dieser Namen genannt, so weiß er genau, wer gemeint ist. In den letzten Jahren steht dieses kleine Örtchen im Zeichen des Aufstiegs und des Vorwärtsstrebens: so wurde ein eigener Friedhof mit Ehrenfriedhof angelegt, dazu wurde eine Glocke erworben, die in einem neuen Turm auf dem Gemeindehaus ihren Platz gefunden hat, und vom Willy bedient wird. Ein Dampfkessel mit Dreschkasten wurde beschafft und wird von Heinrich befehligt; und nun erhielten sie auch noch Ende 1930 das elektrische Licht. Da sie auch eine eigene Schule mit Lehrer haben, glauben die Pfützer sie befinden sich in einer Großstadt, und zählen sich zu den glücklichsten Menschen der Welt. Trotz der Einsamkeit, der Abgeschiedenheit und der halben Wildnis findet man dort, hoch oben in den Bergen, einen sehr fleißigen und aufgeweckten Menschenschlag. Man trifft Männer, die die Welt gesehen und viel gehört und gelernt haben.


Unter diesen 11 befinden sich auch einige weit und breit bekannte und berühmt gewordenen Personen, u.a. der Julius und der Christian.
Beide sind an Größe, Gewicht und Stärke den anderen 9 weit überlegen und würden sich bzgl. Ihres Körpermusters als Waldriesen nicht schämen brauchen. Christian ist besonders berühmt und bekannt geworden in seiner Eigenschaft als Kronenwirt. Sein Firmenschild trägt zwar nicht die Aufschrift „Zum Kronenwirt“, aber trotzdem ist er als solcher bekannt, und wenn ihn seine Dorfgenossen mit „Herr Kronenwirt“ anreden, dann wird er stolz, und der ehemalige Gardist wird um 20 cm länger, besonders wenn in seinen Gasträumen Hochbetrieb herrscht. Will jemand seinen Schoppen in Ruhe und Frieden und ohne Autogeräusch und Straßenlärm genießen, der geht eben zur Pfütze „Zum Kronenwirt“, auch „Pfützer Christian“ genannt. Dort bekommt er einen guten Trunk „Müser Bräu“ und die wohlschmeckende und sehr bekömmliche 10 Pfennig Zigarre von Schwarz.
Wer die Pfütze nicht kennt und wer von diesem einsamen, friedlichen und herrlichen Walddörfchen auch noch nichts gesehen hat, der soll ja nicht versäumen, eine Wanderung nach dort zu unternehmen. Solch ein Flecken Erde mit den zufriedensten Gesichtern muss man gesehen. Für die Unterhaltung, Zeitvertreib und einen guten Tropfen während der Rast sorgt der Pfützer Christian.

(Entnommen einem Zeitungsartikel des Hinterländer Anzeigers, verfasst von dem Allendorfer Polizeiposten um 1930)